
Die Aktivität des Felssturzes am Ritzlihorn wird im Sommerhalbjahr von einer automatischen Kamera überwacht, die alle paar Stunden ein Bild des Ablagerungsbereichs aufnimmt. Damit können die Entwicklung der Felssturzablagerung und somit das Potential für künftige Murgänge abgeschätzt werden.
Im Falle eines Murgangs wird die Strassengalerie mittels Ampeln für den Verkehr gesperrt. Damit wird verhindert, dass sich während eines Murgangs Fahrzeuge in der Strassengalerie aufhalten. Die Ampeln werden automatisch auf Rot geschaltet, wenn die Detektionssysteme einen Murgang im Gerinne feststellen.
Die Detektionssysteme bestehen aus Reissdrähten, die quer über das Gerinne gespannt sind. Bei einem Murgang werden diese ausgerissen, wodurch über einen Schalter sofort ein Signal ausgesendet wird. Daneben sind Geophone (Erschütterungsmesser) im Einsatz, welche die bei einem Murgang auftretenden Erschütterungen wahrnehmen und ebenfalls ein Signal übermitteln.
Gleichzeitig mit der Ampelschaltung werden die Verantwortlichen automatisch benachrichtigt, dass die Strassensperrung ausgelöst wurde. Eine weitere automatische Kamera im Graben bei der Galerie erlaubt es, die Situation grob zu beurteilen und die notwendigen Massnahmen zu veranlassen.
An verschiedenen Stellen im Gebiet sind ferner Regenmesser platziert. Diese erlauben einerseits, aus Murgängen, die bereits stattgefunden haben, die notwendige Regenmenge für deren Auslösung zu bestimmen. Anderseits tragen sie dazu bei, dass kritische Situationen für erneute Murgänge so früh als möglich erkannt werden können.